Das Projekt

Die Idee

Famulaturen in der Zahnmedizin

Famulaturen sind keine Neuheit in der Zahnmedizin, auch wenn sie keine Pflichtleistungen wie im Humanmedizinstudium sind. Trotzdem nehmen eher wenige Zahnmediziner*innen diese Möglichkeit wahr. Ein sehr großer Planungsaufwand und eine weite Reise alleine oder in kleinen Gruppen schrecken viele Studierende ab. Auch die Möglichkeit Reisekostenzuschüsse über den Zahnmedizinischen Austauschdienst (ZAD – www.zad-online.com) zu bekommen greift nur, wenn eine solche Famulatur mindestens 4 Wochen dauert. Auch wenn Famulaturen in den Ferien angetreten werden, haben nicht alle Studentinnen und Studenten die Zeit und Möglichkeit einen Monat das Land zu verlassen. Gerade Studierenden mit Kind(ern), pflegebedürftigen Angehörigen oder Ähnlichem bleibt diese Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln meistens verwehrt.

Zusammenarbeit mit der OHFR

Um jedem/r Studierenden die Möglichkeit einer Famulatur zu bieten, haben wir im Jahre 2019 das Ruanda-Projekt ins Leben gerufen. Der Wunsch war in einer größeren Gruppe dorthin zu reisen, wo Zahnmedizinische Hilfe dringend gebraucht wird. Durch viele glückliche Zufälle bekamen wir Kontakt zu der Oral Health Foundation Rwanda, einer holländischen Hilfsorganisation geleitet von Christiaan van Es (www.rwandadentist.org). Sie führen schon seit über 15 Jahren Dental Camps in Ruanda durch und haben uns direkt sehr freundlich aufgenommen.

Unser Konzept

Das Besondere ist, dass wir einmal im Jahr in einer großen Gruppe von ca. 14 Studierenden nach Ruanda reisen und dort in den Dental Camps die Oral Health Foundation unterstützen dürfen. Unsere Studentinnen und Studenten des letzten Jahres ihrer Ausbildung werden dabei nicht allein gelassen, sondern von ortsansässigen Zahnärzt*innen unterstützt. Außerdem fährt ein approbierter deutscher Zahnarzt mit, der als Student selber Teilnehmer des Projekts war. Des weiteren finden die Dental Camps aufgrund örtlicher Gegebenheiten nur gute zwei Wochen statt. Dies bietet einerseits die Möglichkeit für familiär oder anderweitig eingebundenen Studierenden trotzdem teilzunehmen. Andererseits stellt es uns auch vor Herausforderungen. Da der ZAD leider nur vierwöchige Famulaturen fördert, müssen wir die Kosten selber tragen. Dabei sammeln wir nicht nur, um unsere Studierenden finanziell bei den Reisekosten zu unterstützen. Ein Teil der Spenden geht direkt an die OHFR zur Finanzierung der Dental Camps.

Keine „Extraktionsreise“

Bei all den fachlich spannenden Erfahrungen, die die Studierenden in Ruanda sammeln können, ist uns doch etwas Anderes am wichtigsten. Die Möglichkeit uns vor Ort zu engagieren ist ein großes Privileg. Wir können viel von unseren Kolleg*innen aus Ruanda lernen und auch sie können von unserer Hilfe profitieren. Wir sind nicht die „white saviours“ die nach Afrika kommen, um dort die Leute zu heilen. Wir sind Gäste und Freund*innen, die an einem Erfahrungs- und Kulturaustausch teilnehmen dürfen. In diesem Sinne ist es uns sehr wichtig, dass sich die Teilnehmer*innen des Projektes mit dem Land Ruanda auseinandersetzen. Ruanda ist der jungen Vergangenheit Schauplatz eines furchtbaren Genozids geworden, die Folgen sind bis heute spürbar. Der Besuch von Genozid-Museum und Gedenkstätten sind für uns Pflichtstationen, während unseres Aufenthalts.

Das Team

Idee und allgemeine Organisation

Team 2019

Adriana Almeida de Soares, Alexander Behrens, Martin Fischer, Celly Heine, Johannes Loddenkemper, Kim Michaelis, Liv Moog, Malte Peters, Maximilian Stolz, Lisa Weber, Clara Wenzel

Das Team der Studierenden für das Jahr 2021

Team 2021

Ole Brickwedde, Ines Bünermann, Antje Dunkel, Rebekka Janzen, Jayne Johnson, Karolin Lührs, Maral Mohebbi, Christina Nitsche, Tim Pick, Jakob Prinz (nicht auf dem Foto), Rabea Rehm, Alena Steffens, Katrin Trötsch, Christopher Winter, Julia Zahn und ZA Martin Fischer

Team 2022

Jonathan Biesemeier, Bastian Herz, Jana Westerholt, Lena Kruse, Lea Klausing, Severin Bünemann, Maresa Dulle, Natali Randjbar Moshtaghin, Kira Donner, Stina Winkelmann, Mira Obers, Imke Neuenstein, Seve Haviri, Johanna Möller und Antje Dunkel (als Mitorganisatorin)